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Tradingideen

Wie im Chat versprochen, hier nun eine Rubrik zum Thema Tradingideen:

Jeder der ein interessantes Setup hat kann dieses hier gerne posten. Sollte eine Idee oder ein Setup tatsächlich Anklang finden und Diskussionen auslösen werden wir hier im Blog die Ansätzte per Backtest und Livetest prüfen (soweit möglich) und feedback geben. Natürlich sind wir an jeder Idee interessiert, denn man lernt nie aus und je mehr Ansätze man kennt, desto mehr kann man kreativ modifizieren.

Ich habe den ganzen Tag nebenbei nach einem Plugin gesucht, dass die Bilder in Kommentaren direkt einbindet und nicht nur den Link anzeigt, konnte aber nichts derartiges finden. Bis ich etwas “ausgegraben” oder selbst entwickelt habe, werde ich mir also manuell die Arbeit machen und eventuelle gesendete Links zu Bildern direkt umzuwandeln, so dass diese direkt angezeigt werden. Also traut Euch …

LG Aurelius

Tradingideen ,

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Disclaimer

Diese vorgestellten Trades stellen wie immer keine Handlungsaufforderung dar! Hinweise und Haftungsausschluss: Wertpapiere und Derivate können zum Totalverlust des gesamten Einsatzes führen. Die hier veröffentlichten Analysen, Marktkommentare, Handelssignale und durchführten Handlungen sind keine Beratung im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes und stellen weder Angebot noch Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Derivaten dar. Sämtliche Aktivitäten stellen ausschließlich die persönliche Meinung der Autoren dar und dienen als persönliches Handels-Tagebuchs. DaytradingTeam handelt unabhängig und auf eigenes Risko und hat keinerlei Kompetenzen als Beratungs- oder Finanzdienstleister. (Siehe auch §Haftungsausschluss im Impressum)!
  1. MT
    2. September 2010, 15:53 | #1
  2. juliettpapa
    2. September 2010, 18:27 | #2

    MT :
    NKE sieht interessant aus…
    http://www.finviz.com/quote.ashx?t=nke

    Da wäre mir das CRV zu schlecht…..

    [img]http://www.daytradingteam.de/wp-content/uploads/NKE20100902.png[/img]

  3. MT
    2. September 2010, 20:01 | #3

    Ja, kann man so sehen, ich würde es in diesem Fall vielleicht darauf an kommen lassen, den Stopp näher zu setzen (evtl.) und ggf bei fake breakout einen zweiten Versuch wagen, wobei die technische Situation IMO ganz gut aussieht – könnte man auch als SHS deuten…, je nach Entwicklung könnte ich mir auch vorstellen, an grüner Linie zu kaufen, aUF JEDEN fALL SIEHT cHART INTERESSANT AUS…

  4. MT
    3. September 2010, 18:34 | #4

    Auch Silber ist gerade hochinteressant…

  5. 10. Oktober 2010, 17:14 | #5

    Marktauswahl 1.0

    Ich schreibe diesen Artikel hier um heraus zu finden ob mein gedanklicher Ansatz richtig und für andere nachvollziehbar ist.

    Beim Handel von Finanzprodukten habe ich 3 Märkte in die engere Auswahl gezogen und möchte diese auf folgende Punkte hin vergleichen:

    1. Handelbarkeit also Liquidität, Kapitalbedarf sowie Hebel
    2. Marktteilnehmer
    3. Absichten der Marktteilnehmer
    4. Manipulierbarkeit
    5. Besondere Risiken
    6. Besonderheiten

    Die Märkte:

    Aktien
    Future
    Währungen

    1.)Aktien
    Liquidität
    Es gibt enge und weite Aktien sodass jede einzelne auf Liquidität untersucht werden muss und man nicht generell sagen kann das eine Aktie ohne weiteres handelbar ist.
    Der Kapitalbedarf ist hoch und es gibt keinen Hebel

    Marktteilnehmer
    Institutionelle Anleger, Fonds, Banken, Vermögensverwalter etc.
    Unternehmen selber
    Großanleger
    Kleinanleger

    Absichten
    Das Unternehmen gibt Aktien heraus um Kapital einzusammeln.
    Alle Anlegergruppen wollen mit dem Investment Rendite erzielen.

    Manipulierbarkeit
    Kleine in liquide Aktien können über den Kurs beeinflusst werden.
    Nachrichten zu einem Wert können Einfluss auf den Preis nehmen.
    Bilanzen oder Veröffentlichungen des Unternehmens

    Besondere Risiken
    Das unternehmerische Risiko liegt direkt beim Anleger.

    2.) Future
    Auch hier gibt es Unterschiede in der Handelbarkeit da es neben den bekannten Future auch Spezialwerte gibt die durch Kurssprünge mit Vorsicht zu betrachten sind.
    Der Kapitalbedarf ist bei vielen Future (gerade bei auf Aktienindizes basierenden) kleiner als bei der direkten Anlage.
    Einen Hebel erkenne ich nicht.

    Marktteilnehmer
    Institutionelle Anleger, Fonds, Banken, Vermögensverwalter etc.
    Unternehmer (Käufer oder Verkäufer des Basiswert)
    Großanleger
    Kleinanleger

    Absichten
    Waren… handel, also der Handel des zu Grunde liegenden Produkts.
    Alle Anlegergruppen wollen mit dem Investment Rendite erzielen.
    Hedging, das Absichern zum Beispiel eines Depots, oder der Warenpreise in der Zukunft

    Manipulierbarkeit
    Kleine in liquide Future können über den Kurs beeinflusst werden.

    Besondere Risiken
    Auf Rohstoff basierende Future können z.B. durch das Wetter beeinflusst werden.
    Oder Katastrophen etc.

    3.) Währungen
    Die meisten Währungspaare an der Forex sind sehr liquide. Aber auch hier gibt es ein paar exotische, die aufgrund geringeren Volumen Gaps´s aufweisen. Alles in allem, ist der Forexmarkt mit einem täglichen Handelsvolumen von 15 Trillionen US $ der größte mir bekannte Markt.

    Marktteilnehmer
    Institutionelle Anleger, Fonds, Banken (Hier auch der Interbankenverkehr) Vermögensverwalter etc.
    Unternehmer (für den Eigenbedarf)
    Großanleger
    Kleinanleger
    Länder

    Absichten
    Anlegergruppen wollen mit dem Investment Rendite erzielen.
    Hedging, das Absichern der Währung für Ex- oder Import orientierte Unternehmen
    Länder zur Steuerung und Schutz ihrer Wirtschaft

    Manipulierbarkeit
    Aufgrund der gigantischen Größe des Marktes ist dieser kaum manipulierbar.

    Besondere Risiken
    ?

    Fazit
    Alle Märkte bieten Gelegenheiten. Der Aktienmarkt scheint aufgrund der einseitigen Renditeausrichtung und der relativ einfachen Beeinflussung vieler Marktteilnehmer mit Vorsicht im Vergleich zu den andern Märkten zu behandeln. Der hohe Kapitalbedarf muss ebenfalls berücksichtigt werden.
    Der Futuremarkt verlangt weniger Kapital und ist nur dann beeinflussbar, wenn wenig Marktteilnehmer vorhanden sind. Die unvorhersehbaren Risiken wie z.B das Wetter sollten dem Händler bewusst sein.
    Der Forexmarkt bietet vielen Teilnehmern einen Markt mit unterschiedlichsten Absichten.
    Egal ob er zum Wechseln der Währung für ein Unternehmen dient, damit dieses die Löhne oder Rechnung in der Landeswährung zahlen kann, oder ob das Währungsrisiko abgesichert werden soll. Es zeigt sich aber gerade heute wieder ein Aspekt den nur und ausschließlich der Forexmarkt hat. In keinem anderen Markt will ein Marktteilnehmer das andere seine Ausrichtung kennt. Was würde passieren, wenn bekannt würde dass ein Fonds die Aktie von XY kaufen will? Der Preis für die Aktie wird steigen. Da das der Investor nicht will, wird er sein Vorhaben geheim halten.
    Zu Zeit sehen wir in $/Yen, dass hier die Japaner den Markt auf Ihre Absichten klar vorbereiten und den Shorty´s sagen, geh uns aus dem Weg, denn wir können einen so starken Yen gegenüber dem Dollar nicht gebrauchen und werden wenn es sein muss Yen verkaufen und $ kaufen. Gleiches passierte in der Vergangenheit im Britischen Pfund, Australischen $ oder bereits im Japanischen Yen.
    Auch über den Zinssatz kann ein Land eine Währung beeinflussen um Investoren zu einer Anlage in die Währung zu veranlassen. Das geschieht aber nicht geheim sonder sehr öffentlich.
    Der Forexmarkt ist aufgrund der möglichen Stückelung und der Hebelwirkung von bis zu 200:1 auch für den Kleinanleger geeignet.

  6. MT
    13. Oktober 2010, 09:07 | #6

    Das sind gute Gedanken, ein Vorteil bei Rohstoffen und Forex ist, dass du hier keine Gebühren, sondern nur den spread hast, bei kurzfristigem Aktientrading kann ganz schön was an Gebühren zusammen kommen. Bei dem Forexmarkt muss man noch berücksichtigen, dass dieser sich nicht unbedingt für Kleinanleger eignet, die nicht ständig rein schauen, weil man hier in der Regel keine langfristigen Trades eingeht und Stopps aktiv managen sollte. Zudem reagiert der Forexmarkt auch gerne kurzfristig auf Nachrichten, so dass langfristige Einschäötzungen schwierig sind, zudem kann man beobachten, dass der Forexmarkt sich je nach Tageszeit ändert, weil z.B. Marktteilnehmer aus unterschiedlichen Teilen der Welt den Markt unterschiedlich einschätzen, z.B. zu beobachten, wenn die ammerikanischen Martteilnehmer am frühen Nachmittag in den Markt kommen.

  7. marvin
    14. Oktober 2010, 13:04 | #7

    @Fossil
    Ich kommentiere einige Stellen einmal:

    1. Aktien:
    Wenn man sich an die Werte aus bestimmten Indizes hält (z.B. US DJ, US Nasdaq100, DAX, EuroStoxx50, etc.), dann kann man oft schon zwischen liquiden und illequiden Werten unterscheiden. Im Zweifelsfall hilft auch ein Blick auf die Marktkapitalisierung und das durchschnittliche Handelsvolumen.

    “Der Kapitalbedarf ist hoch und es gibt keinen Hebel”

    Das stimmt nur für reine Aktien, nicht aber für davon abgeleitete Derivate wie z.B. CFDs, Hebelscheine, Optionsscheine, etc. Mit CFDs und Knock-Out-Scheinen z.B. lassen sich extrem hohe Hebel benutzen, je nach Risikoneigung. Wenn man keinen Handel auf Margin betreiben will (was ich generell Anfängern/Neulingen nicht empfehlen würde), dann scheiden CFDs aus und man kann z.B. Knock-Out Produlkte verwenden.

    “Nachrichten zu einem Wert können Einfluss auf den Preis nehmen.”

    Das gilt für ALLE Asset-Klassen, nicht nur für Aktien. Bei Aktien wirkt sich dies vermutlich nur öfters und stärker aus. Aber wenn Du Dir z.B. ansiehst, welche Kursbewegungen Zinssenkungen/-anhebungen der Notenbanken verursachen können, dann sieht man, dass nicht nur die Aktienmarkt betroffen ist. Übrigens muss eine kursbewegende Nachricht natürlich nicht per se negativ sein wie z.B. bei Erfolgsmeldungen von kleinen Pennystocks (z.B. Minenwerte), die auch mal durch die Decke gehen können. Alles eine Frage, auf welcher Seite man gerade steht… ;-)

    “Das unternehmerische Risiko liegt direkt beim Anleger.”

    Du meinst wohl das “finanzielle”? Und: Das gilt für andere Klassen auch
    immer, ist also kein besonderes Merkmal von Aktien.

    2. Future:

    “Der Kapitalbedarf ist bei vielen Future (gerade bei auf Aktienindizes basierenden) kleiner als bei der direkten Anlage.
    Einen Hebel erkenne ich nicht.”

    Meinst Du Futures auf die Aktienindizes und Rohstoffe? Der eigentliche Futurekurs ist einfach ein bestimmter Kurswert, der vom eigentlichen Index/Wert abgeleitet ist. Der Handel mit Futures auf einem “Futures-Konto” beinhaltet natürlich einen Hebel, je nach Index und Broker. Und der ist nicht so gering, v.a. bei Forex Paaren wie z.B. EUR/USD (i.d.R. Hebel 100 oder noch höher).
    Der Kapitalbedarf kann je nach Index (z.B. DAX, SP500 mini, etc.) wesentlich höher sein als bei einer Aktienanlage… Du kannst Pennystocks oder einfach “billige” Aktien für z.B. 100 € kaufen, bei Futures bekommst Du dafür noch nicht mal einen Kontrakt, da die Margin viel höher ist.

    Bei den “Marktteilnehmer” kommen auf jeden Fall noch die Produzenten (z.B. von Rohstoffen), allgemein als “Commercials” bezeichnet, dazu. Und die “Konsumenten”.

    “Alle Anlegergruppen wollen mit dem Investment Rendite erzielen.”

    Das stimmt so nicht, denn manche Teilnehmer, die sich hedgen, wollen auch einfach ihren Warenwert absichern und keine (großen) Verluste machen… der “Spekulant” an sich will natürlich v.a. Rendite.

    3. Währungen:

    “Alles in allem, ist der Forexmarkt mit einem täglichen Handelsvolumen von 15 Trillionen US $ der größte mir bekannte Markt”

    Wo hast Du denn diese Zahl her? Soviel mir bekannt ist, liegt das tägliche Handelsvolumen im FX-Markt bei ca. 3-4 Billionen (!) US Dollar. Aber diese Info ist ja nicht relevant.

    Mit “Länder” meinst Du wohl die Notenbanken, dann ists ok.

    “Aufgrund der gigantischen Größe des Marktes ist dieser kaum manipulierbar.”

    Das möchte ich in der heutigen Zeit auch mal relativieren… kurzfristig dürfte wohl jeder Markt manipulierbar sein, entsprechend Kapital und/oder Marktmacht vorausgesetzt.

    “Besondere Risiken”

    Mir fallen da einige ein, z.B. Notenbankentscheidungen (z.B. Zinsanpassungen, aber auch Kommentare von NB zu Ländern, Wirtschaft, Währungen, etc.), Staatsbankrotte, Ratingmeldungen von Währungen/Ländern, News, etc.

    Fazit:

    Zu Aktien: “Der hohe Kapitalbedarf muss ebenfalls berücksichtigt werden.” Wie gesagt, dass muss man relativieren, da man heutzutage so gut wie fast überall mit Hebelprodukten agieren kann.

    “Der Futuremarkt verlangt weniger Kapital und ist nur dann beeinflussbar, wenn wenig Marktteilnehmer vorhanden sind.”

    Also erstmal braucht man hier viel mehr Kapital wie z.B. im Aktienmarkt, sonst kann man, der Einsatz eines vernünftigen RM/MM eingeplant, nicht “mitspielen” (Wenn ich mir die Frage stellen muss: Kaufe ich genau einen oder keinen DAX-Kontrakt, dann stimmt was mit der Positionsgröße bzw. dem RM nicht…).

    “Da das der Investor nicht will, wird er sein Vorhaben geheim halten.”

    Das wird nur bis zu einem gewissen Grad und Handelsvolumen gelingen…

    “Zu Zeit sehen wir in $/Yen…” wenn Du Dir den USD/YEN Chart ansiehst, wirst Du erkennen können, dass diese erste Intervention der BoJ bereits wieder komplett verpufft ist. Es ist sowieso fraglich, ob heutzutage Notenbankinterventionen einen echten Trendwechsel verursachen können. Die Schweizer NB hat sich auch bereits an der Stützung des EUR ggü. des CHF die Finger verbrannt… zu immensen Kosten versteht sich.

    Viele Grüsse
    Marvin

  8. marvin
    14. Oktober 2010, 13:12 | #8

    @MT

    “ein Vorteil bei Rohstoffen und Forex ist, dass du hier keine Gebühren, sondern nur den spread hast, bei kurzfristigem Aktientrading kann ganz schön was an Gebühren zusammen kommen”

    Das kommt ganz auf den Broker an… auch bei Rohstoffen und Forex kann man bezahlen, genauso wie man bei Aktien bzw. KO-Scheinen wenig bis gar nichts zahlen kann (z.B. spezielle Aktionen von Emittenten bei den Direktbanken, besondere Handelsvereinbarungen zwischen Dir und Deinem Broker bei entsprechendem Handelsvolumen und/oder Anzahl der Transaktionen). Ohne jetzt Werbung machen zu wollen: Ich zahle bei der Onvista Bank mit Ihrem sog. “Freebuy”-Depot nicht sehr viel für einen Halfturn… (teilweise unter 0,20 €, quasi unabhängig vom Volumen). Beim Verkauf kostet’s dann ca. 6-7 €.

    “weil man hier in der Regel keine langfristigen Trades eingeht und Stopps aktiv managen sollte. Zudem reagiert der Forexmarkt auch gerne kurzfristig auf Nachrichten, so dass langfristige Einschäötzungen schwierig sind, ”

    Hmmm… Also ich handle Forex-Werte sowohl mittel- als auch langfristig (z.B. auf Tages- und Wochenchart). Wobei man auch kurzfristig (z.B. 60 min oder noch kürzer) handeln kann. Gerade im Forex-Markt bilden sich auch öfters langlaufende Trends, das hat sich nur in den letzten 2 Jahren etwas geändert, weil halt alle größeren Währungen (bis auf wenige Ausnahmen) vor dem KO stehen…

    Grüsse
    Marvin

  9. MT
    16. Oktober 2010, 09:02 | #9

    Ja, aber der Forexmarkt ändert sich auch sehr schnell, wollte ich damit sagen, so dass man Stopps sehr schnell nachziehen oder wenigstens auf Einstand setzten sollte, um nicht einmal gewonnene Gewinne wieder abzugeben bzw. dann noch Verlust zu machen – meiner Meinung nach – ein Beispiel hierfür sind auch der Verlauf des Euros und des Dollars von gestern. Zumal man beim Forexmarkt aus Kostengründen doch wohl auch keinen sehr weiten Stopp setzen sollte, wie man es manchmal bei Aktien macht, ich unternehme dann lieber einen zweiten odr dritten Versuch oder siehst du das anders?
    Und welche Währungen stehen deiner Meinung nach nicht vor dem KO? CHF?

  10. marvin
    17. Oktober 2010, 10:18 | #10

    @MT
    Eine 2. oder 3. Versuch kann es zwar geben (nein, einen 3. eigentlich nicht), aber bei mir eher nur in speziellen Situationen. Ansonsten gilt für JEDEN neuen Trade: Nur dann, wenn der Trade auch Aussicht auf Erfolg hat, sonst nicht. Ein “probieren wir mal” gibt es nicht. Entweder ich bin von dem Trade/Setup überzeugt, dann mache ich ihn auch. Oder es sprechen mir zu viele Punkte dagegen, dann lasse ich ihn aus.
    Wie eng Dein Stopp liegt und ob das sinnvoll ist oder nicht, hängt von verschiedenen Punkten ab (zb von den Märkten in denen Du handelst, Stichwort: Vola), insb. aber von Deiner Handelsstrategie (mehrere?). Man kann sowohl ultraknappe Stopps verwenden, wird dann z.B. in 8 von 10 Fällen ausgestoppt und macht mit den restlichen 2 Trades so viel Gewinn, dass man im Schnitt immer noch im Plus liegt oder man handelt eher konservativer (wie ich es z.B. bevorzuge) und nehme lieber etwas weitere Stopps, werde dann lange nicht so oft ausgestoppt, dafür explodieren die Trades dann auch nicht so stark, sondern brauchen länger, um den entsprechenden Gewinn zu erbringen. Oder man nimmt irgendwas dazwischen. Bei mir liegen die Stopp immer so, dass mein charttechnisches Setup danach gekippt ist, d.h. ich möchte nur dann ausgestoppt werden, wenn der Trade von seiner Ausgangslage her sich komplett anders entwickelt hat, wie ich mir das vorgestellt habe.
    Währungen: Alle Rohstoff-Währungen sollten gut für eine Weltwährungskrise sein, also z.B. AUD, CAD, NOK, etc. Dazu noch Währungen, denen man einen “sicheren” Hafen zuschreibt wie z.B. CHF. Reine “Papierwährungen” wie USD, EUR, GBP, etc. werden IMHO untergehen und wertlos werden. Die Frage ist nicht ob, sondern wann. Wann dies passieren wird? Nach allem, was ich so lese, sollte das im Jahre 2013 soweit sein. Aber das ist nur meine eigene Meinung. Es empfiehlt sich allerdings, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und sich auf den Tag X vorzubereiten, denn sonst steht man ziemlich plötzlich an diesem Tag X ohne eigenes Vermögen da.

    Grüsse
    Marvin

  11. MT
    17. Oktober 2010, 11:39 | #11

    Ja, der Tag x wird immer von fast allen weggeredet und fast alle können oder wollen sich dieses Szenario vorstellen, aber ich befürchte auch, dass er kommen wird. Wie kann man sich denn auf den Tag x vorbereiten? Man kann natürlich etwas Geld in Gold und Silber anlegen (hier muss man ggf. ein Goldverbot fürchten) und hochgehebelte Positionen auf Rohstoffe handeln, wobei man hier natürlich früh genug raus muss, denn was hat man sonst von seinen Gewinnen, die in Euro oder Dollar sind. Aber wie kann man sich sonst noch vorbereiten?
    Konten bei Schweizer Banken in CHF können nur ab hohen 6stelligen Beträgen geführt werden, also scheidet diese Möglichkeit für mittelständische Anleger auch aus. Weißt du noch mögliche Strategien? Und wie kommst du auf das Jahr 2013? So schnell kann (oder will), ich mir einen Zusammenbruch nicht vorstellen, zumal die Rettungsfonds den einen oder anderen Zusammenbruch noch abfedern können.

  12. MT
    17. Oktober 2010, 11:42 | #12

    “und fast alle können oder wollen sich dieses Szenario vorstellen”, es muss natürlich heißen: wollen sich dieses Szenario NICHT vorstellen.
    Viele Grüße

  13. 17. Oktober 2010, 11:42 | #13

    Ich persönlich glaube nicht, dass sich die Märkte nach Interessengruppen unterteilen lassen; denn:

    Handelbarkeit also Liquidität, Kapitalbedarf sowie Hebel
    … wie Marvin schon erwähnte lässt sich jeder Markt gehebelt handeln!

    Marktteilnehmer
    Der Teil der institutionellen ist überall dominierend, insbesondere sind sie es häufig, die auch die Liquidität in den Markt bringen (sieht HFT, etc.). Es gibt Aktien die sind dafür bekannt (z.B. Apple, Rimm, etc.).

    Absichten der Marktteilnehmer
    Es ist relativ egal, ob es sich um eine Absicherung von Rohstoffpreisen oder einfache Hedges handelt. Die relative Betrachtung verführt dazu anzunehmen, dass es den Firmen nicht direkt um den Gewinn geht. Diese Annahme setzt aber voraus, dass diese Teilnehmer den Rohstoff im Überfluss besitzen! Und damit geht es, betrachtet man das Ganze losgelöst vom jeweiligen Markt, letzten Ende wieder nur um den Gewinn.

    Manipulierbarkeit
    Jeder Markt ist manipulierbar, was uns der Dow-Flash-Crash vor kurzem aufzeigte. Die Frage ist mehr, ob man sich selbst manipulieren lässt gelenkte Entscheidungen zu treffen. Wie lange ich im Markt bleibe oder ob ich etwas handle ist allein meine Entscheidung. Andererseits kann ich die Manipulierbarkeit der Märkte evtl. auch zu meinem Vorteil nutzen. Der Forexmarkt bildet die einzige Ausnahme (es handelt sich übrigens um Billionen, Trillionen ist ein Übersetzungsfehler us-english-deutsch). Dies allerdings auch nur, wenn man von Manipulation durch Käufe und Verkäufe ausgeht; sehr wohl wird dieser Markt nämlich regelmäßig durch die Banken und Staaten manipuliert. Eine ungesicherter Andeutung zur Zinssenkung und der Markt geht ab wie Schmitt’s Katze.

    Besondere Risiken
    Das Risiko ist markt-unabhänig; das Risiko liegt allein beim Händler und seinem zur Verfügung stehenden Kapital. Bei unbegrenzten Kapital wäre das Risiko überall gleich. Selbst der Unterschied zu den KO’s lässt sich bei einer Projektion des Kurses und des Stops auf das Null-Niveau (Totalverlust) abbilden. Das Risiko ist also weniger der Markt als die grundsätzlichen Umgebungs-Eigenschaften (Crashes, Gaps, Unfills, etc.). Einzige Ausnahme ist die persönliche Einstellung zur Nachschusspflicht (s.u.).

    Besonderheiten
    Dies ist neben der Kapitalgröße das eigentliche Entscheidungskriterium. Ich entscheide mich, ob mir die Bewegungsart, die Risikoanpassungen, die Kosten- und Handelszeiten, etc. gefallen. Wer den Totalverlust einer Nachschusspflicht vorzieht handelt Zerties/ KO’s und auf keinen Fall Futures, wobei auch hier heutzutage alle Broker straffe Absicherungsmechanismen haben, die meist die Positionen vorzeitig schliessen.

    @Fossil
    Auch wenn ich hier konträr zu Deinem Post reagiere, ist Deine Aufstellung zur Analyse grandios. Die Liste bildet viele Fragen ab, die häufig gestellt werden und die auch häufig wichtige Entscheidungskriterien für viele Einsteiger bilden.
    Letzten Endes muss man sich eigentlich immer die Frage stellen warum man überhaupt handelt (Primärabsicht): Zocken, Altersvorsorge, Reichtumsträume, etc. Hat man das beantwortet und sich einige Watschen vom Markt abgeholt, findet man irgendwann automatisch den passenden Markt. Hat meine keine nachhaltige Primärabsicht wird man einfach irgendwann still und heimlich die Bühne wieder verlassen).

    LG Aurelius

  14. marvin
    18. Oktober 2010, 09:43 | #14

    @MT
    Falls Du mehr in dieses Thema einsteigen willst, dann sieh’ Dir mal an:

    Smartinvestor (Magazin): dort gab es vor 1-2 Ausgaben mehrere Artikel zu dem Thema: Wie sichere ich mein Vermögen über einen solchen Währungscrash/Hyperinflation? Stichwort: Crack Up Boom (CuB)
    Dirk Müller (www.cashkurs.com)
    “Österreichische Schule” (Mises & Co.)
    verschiendene Internetseiten + -foren
    …und noch viele andere

    Grüsse
    Marvin

  15. marvin
    18. Oktober 2010, 10:10 | #15

    MT :…Und wie kommst du auf das Jahr 2013? So schnell kann (oder will), ich mir einen Zusammenbruch nicht vorstellen, zumal die Rettungsfonds den einen oder anderen Zusammenbruch noch abfedern können.

    Ich möchte nur einmal daran erinnern, dass wir bei der Lehmann-Pleite bzw. der Zeit danach quasi mit einem Fuss bereits über (!) dem Abgrund standen, wenn man sich verschiedenste Berichte und Dokumentationen dazu, die das Geschehen nachträglich beleuchten, angesehen/durchgelesen hat. Die sog. “Kernschmelze” des globalen Finanzsystems war da nicht mehr weit.

    Meiner Meinung nach wird es in den kommenden Jahren zu einem gegenseitigen Währungsabwertungswettlauf kommen, an dessen Ende solche Währungen wie der USD, GBP oder auch der EUR keinen Wert mehr besitzen werden. Wieviel der USD gegenüber anderen Währungen im Laufe der Jahrzehnte bereits verloren hat, kann man sich an einem Langfristchart (z.B. dem US Dollarindex) ja in ruhiger Minute einmal ansehen.

    Es geht mir übrigens nicht um Panikmache o.ä. Jeder muss sich seine eigene Meinung dazu bilden. Doch dazu braucht es erst einmal Hintergrundwissen, das man sich nicht über die “Mainstream”-Medien aneignen kann. Da ist schon etwas Zusatzarbeit und -recherche notwendig. Wie habe ich letztens so treffend gelesen: Selbst einen Tag vor einem Währungsschnitt wird man noch alle ins gleiche Horn blasen, dass Staatsanleihen sicher sind, der EUR stabil und man sich keine Gedanken machen muss… Danach werden dann nicht wenige quasi enteignet sein und erhebliche Einbußen auf Ihr Vermögen hinnehmen müssen.

    Grüsse
    Marvin

  16. MT
    18. Oktober 2010, 18:26 | #16

    also bei mir sind im Moment alle Kommentare auf der Seite nicht lesbar – man sieht nur die Kopfzeile und der Rest ist weiß, gilt auch für die Kommentare unter den anderen Artikeln, liegt das an meinem PC oder ist es bei anderen auch so?

  17. MT
    19. Oktober 2010, 10:58 | #17

    jetzt geht es wieder,
    @Marvin, danke für die Infos, ich denke auch, wenn es passiert dann ganz plötzlich, einige Informierte werden in den letzten Tagen vorher noch ihr Geld in sichere Häfen bringen und hier in Europa werden wir abends ins Bett gehen und wenn wir wieder aufwachen, wird die Welt eine andere sein (Dominoeffekt), wobei aber auch berücksichtigt werden muss, dass die Politiker alles tun werden, um das ganze Szenario dann noch kurzfristig zu verhindern…

  18. kiro
    27. Juni 2011, 11:05 | #18

    Guten Morgen allerseits,
    hier ein paar Gedanken zu Overtrading.

    http://www.daytraders-club.com/members/?p=178

    Gruß

    kiro

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